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Rückblick: die Krzyżowa-Music Symposien 2017


Die kultur- und zeitgeschichtlichen Diskussionsabende im Rahmen von Krzyżowa-Music kuratierten Moritz von Bredow und Frank Harders-Wuthenow


Das zeitlose Thema Musiker im Exil und Musiker im Widerstand begleitete und ergänzte wie schon 2015 und 2016 das Festival Krzyżowa-Music an zwei Abenden im August. 70 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges wurde das Augenmerk auf Musikerinnen und Musiker gerichtet, deren Leben, deren persönliche wie künstlerische Entwicklung sich nach 1933 nie mehr in die eigentlich erhoffte Richtung entwickeln konnte.

Musikhistorische Vorträge sowie Autorenlesungen bildeten den Rahmen zu Gesprächen in Anwesenheit wichtiger Zeitzeugen. An den beiden Abenden 2017 beteiligte sich das Publikum lebhaft daran.

Die Symposien fanden mit freundlicher Unterstützung der Konrad Adenauer Stiftung statt.

Symposium "Musiker im Exil"
Am Dienstag, 15. August 2017, 19.30
Kreisau, Maisaal im Schloss, Eintritt frei

Dr. Moritz v. Bredow und der Münchner Musikwissenschaftler, Prof. Dr. Wolfgang Rathert, führten durch einen Diskussionsabend über Musiker im Exil zur Zeit des Nationalsozialismus. Es kamen Shmuel Ashkenasi und Charles Neidich als Zeitzeugen zu Wort und als Vertreter der jungen Generation beteiligten sich Jennyfer Fouani und Adam Golka sowie Luoscha Fang an der Diskussion. Lebensläufe von Musikerinnen und Musiker, deren Leben durch Flucht und Vertreibung dramatisch verändert wurde, wurden diskutiert. Auch wie sie das Musikleben ihrer Gastländer beeinflusst haben und wie ihre Interpretationsstile fortgeführt und weiter entwickelt wurden, kam zur Sprache.

 

Symposium "Musiker im Widerstand"
Am Dienstag, 22. August 2017, 19.30
Kreisau, Ballsaal im Schloss, Eintritt frei

Andrzej Szpilman, Sohn des im Nationalsozialismus verfolgten Pianisten und Komponisten Władysław Szpilman, las in Anwesenheit seiner Mutter Halina aus der bewegenden Autobiografie seines Vaters. Moderiert wurde der Abend von Frank Harders-Wuthenow, der im Schloss Kreisau auch die Ausstellung zum Thema „Musik im okkupierten Polen 1939-1945“ zeigte. Klavierstücke von Chopin und Szpilman, vorgetragen von Julia Kociuban, umrahmten den Abend, der am Vorabend mit einer Vorführung des Films „Der Pianist“ von Roman Polanski vorbereitet wurde.